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Industrieforum „Smarte Fertigung“ ging in die dritte Runde

Am 21.01.21 fand das dritte Industrieforum „Smarte Fertigung“ auf eine etwas andere Art und Weise – nämlich im virtuellen Raum – aber deswegen nicht weniger erfolgreich, statt.

Stand smarte Fertigung

Ab 9.30 Uhr präsentierten kleine und mittlere Unternehmen aus Thüringen und angrenzenden Bundesländern ihre Lösungen für flexible Fertigungstechnologien und intelligente Prozessketten. Über 100 Teilnehmer und alle beteiligten Vortragenden wurden von Prof. Dr. Thomas Thiessen vom Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Kommunikation durch die Veranstaltung geführt. Am Vormittag startete Matthias Zentgraf von CATL mit den „Heraus- und Anforderungen an eine wettbewerbsfähige Lithium-Ionen-Batteriefertigung in Zeiten des bisher größten strukturellen Wandels der Automobilindustrie“. Andree Fees von HPM Technologies GmbH hielt einen Vortrag über „Prozessvereinfachung durch Minimalmengenschmierung sowie zur flexiblen Gestaltung von Fertigungsprozessen HPM Technologies“. Einen Einblick in die „Akustische Qualitätssicherung von Fertigungsprozessen am Beispiel des Projekts AkoS“ gab Tanja Krüger vom Fraunhofer IDMT und im Anschluss präsentierten Julian Fairbrother von Postberg + Co. GmbH, Prof. Peter Holstein von Sonotec GmbH und Sebastian Uziel von der IMMS GmbH eine Lösung zur Detektion von Druckluftleckagen und die Optimierung von Druckluftanlagen. Weiter ging es mit „Robotergestützte Qualitätssicherung in Fertigungsprozessen“ - vorgetragen von Dr. Daniel Garten von der GFE Schmalkalden. Im letzten Beitrag am Vormittag präsentierte Thorsten Herrmann von der Hehnke GmbH & Co. KG smarte Managementsysteme in der Kunststoffindustrie.

Nach einer kurzen Mittags- und Erholungspause konnten die Teilnehmenden in zwei aufeinanderfolgenden Workshopsessions aktiv zu Wort kommen. Das Interesse an den unterschiedlichen Workshop-Themen war groß, denn an jedem Workshop beteiligten sich 25-30 Teilnehmer*innen.

Das erste Projekt, das Innovationsforum „Anwendung akustischer Analysen in der Industrie“, wurde vom Fraunhofer IDMT begleitet und hatte zum Ziel, herauszufinden, welche zusätzlichen Parameter erfasst werden müssen, um die Qualität eines Schweißvorgangs beurteilen zu können. Die Workshop-Hosts bekamen im Gespräch mit den Teilnehmenden zahlreiche Impulse, welche weiteren Erfahrungswerte neben den akustischen Eindrücken wichtig und sinnvoll für einen Schweißer sind. Im Anschluss an die Workshopsessions zog Mareike Helbig (Fraunhofer IDMT) ein zufriedenes Fazit: “...durch den Workshop konnten einige überraschende Einblicke und neue Impulse für unsere weitere Arbeit gewonnen werden.”
In Projekt 2 – „HybridAdd - Initialzündung für innovative Produkte und Verfahren für Zukunftsmärkte“ – stellten sich unter der Anleitung von Eyleen Sinnhöfer (Thüringer Kompetenzzentrum Wirtschaft 4.0) und Dr. Konrad Siegfried (TGF Schmalkalden Dermbach) einige Firmen mit ihren für sie passgenau entwickelten Lösungen vor. Ansätze für ihre Lösungen fanden die Unternehmen unter anderem im hybriden Leichtbau mit Leichtmetallen, z.B. Magnesium, durch additive Fertigung und mit neuen innovativen Verfahren zur Qualitätssicherung. Alexander Dieser fasste seine Meinung zum Workshop im Chat zusammen: „Mir hat in der Session "HybridAdd" gefallen, dass die Unternehmen und Wissenschaftsakteure an zukünftigen Themen arbeiten, zur Kooperation bereit sind und somit innovativ bleiben.“

In Projekt 3 „ProHyMaTh - Gesellschaftliche Herausforderung für eine innovative Region Thüringer Wald“ wurden unter der Moderation von Simone Rieth von IKPE e.V. die gesellschaftlichen Herausforderungen für den Thüringer Wald besprochen – was sind spezifische Herausforderungen in Bezug auf Fachkräfte und die Arbeitssituation, was macht eine Region und auch ein Unternehmen attraktiv, um Fachkräfte für sich zu gewinnen? Hier stand der Faktor Mensch im Mittelpunkt des Workshops. Im ersten Durchgang diskutierten die Teilnehmenden das Thema Nachwuchsgewinnung. Viele Erfahrungen wurden ausgetauscht: Wie kann man junge Menschen für technische Bereiche begeistern? Wie kann man die Bekanntheit von thüringischen Unternehmen und sogenannten „hidden champions“ (engl. für versteckte Champions/Meister) erhöhen und so mehr junge Menschen für sich begeistern?

Im zweiten Durchgang änderte sich das Thema ein wenig und es ging überwiegend um ältere Fachkräfte. Welche Möglichkeiten gibt es, dass Mitarbeiter noch länger im Unternehmen bleiben und nicht eine Rente mit 60 anstreben. Gute Ideen und Lösungen sind hier gefragt: so wurden von denTeilnehmenden mögliche Lösungsansätze diskutiert, die flexible Altersteilzeit sowie eine gute Mischung aus Arbeit und genügend Freizeit enthalten.

Im Anschluss an die Workshops trafen sich alle noch verbliebenen Hörer*innen mit den Vortragenden und Organisatoren für ein letztes gemeinsames Fazit im Hauptraum. Das Meinungsbild aller war einstimmig zufrieden mit den Inhalten und der Organisation der Veranstaltung mit ihren vielen verschiedenen Themen, die nach guten sechs Stunden erfolgreich beendet wurde.

Zum Schluss bleibt noch zu sagen: nach der Veranstaltung ist vor der Veranstaltung! Das nächste Industrieforum „Smarte Fertigung“ geht am 21.01.2022 in die vierte Runde. Wir freuen uns, wenn Sie wieder mit dabei sind!

Veranstaltet wurde das Event von:

LEG Thüringen in Zusammenarbeit mit Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Ilmenau, ELMUG eG, ThZM, FerMeTh, ThCM, Polymermat, Nucleus Jena, TGF und Fraunhofer IDMT

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