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Innovatives Kollaborationsmodell: "Collaborative Condition Monitoring"

Ergebnispapier vom BMWi zeigt: offener Datenaustausch erhöht Zuverlässigkeit und Lebensdauer von Produktionsanlagen

bill oxford unsplash

Daten werden zu einem entscheidenden Teil der Wertschöpfungskette – dies ist eine Folge der Digitalisierung, in der physische Produkte nicht mehr eindeutig von der virtuellen Welt abzugrenzen sind. In jedem Schritt der Herstellung von Produkten, Anlagen und Maschinen entstehen mittlerweile gewaltige Datensätze, die richtig ausgewertet neue Erkenntnisse und damit Nutzen für zukünftige Produktionen liefern können. Doch aktuell werden diese Daten noch zu wenig genutzt.

Ein wichtiger Faktor ist hier, dass sich Unternehmen auch vermehrt untereinander austauschen sollten, um auf einen noch größeren Datenschatz zugreifen zu können. Damit sich dies allerdings auch für alle Beteiligten lohnt, müssen innovative Arten von Kollaborationen geschaffen werden. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) veröffentlichte kürzlich ein Ergebnispapier, in welchem sie ein solches innovatives Kollaborationsmodell, Collaborative Condition Monitoring (kurz CCM), vorstellen. Beim CCM können verschiedenste Akteure zusammen eine erhöhte Zuverlässigkeit und Lebensdauer von Produktionsanlagen erreichen. Der dadurch generierte Mehrwert erstreckt sich auf alle Beteiligten in der Wertschöpfungskette.

Klassische Modelle werden im CCM erweitert, indem Daten nicht nur bilateral, sondern multilateral über die gesamte Wertschöpfungskette gesammelt und geteilt werden. Zentraler Aspekt ist also der offene Austausch von Daten. Diese strukturelle Basis dient nicht nur dem CCM, sondern auch jedem anderen Use Case, der sich mit dem Thema der datenbasierten Kollaboration befasst. Allerdings stehen den Chancen eines solchen Modells auch zahlreiche Herausforderungen in technische, wirtschaftlichen und einigen anderen Bereichen gegenüber, wie z.B. fehlendes Vertrauen oder fehlende Geschäftsmodelle.

Grundlegende Voraussetzungen, um diesen Hemmnissen entgegenzuwirken, werden in verschiedenen Initiativen und Projekten entwickelt, die das Fundament für „smarte, digitale Services“ legen sollen. Daraus, und aus Programmen zur Aus- und Weiterbildung ergeben sich idealerweise gute Voraussetzungen für die Entwicklung digitaler Geschäftsmodelle für die Industrie in Deutschland und Europa.

Ausführlichere Informationen zum CCM, dessen Chancen und Herausforderungen, können unter folgendem Link abgerufen werden:

https://www.plattform-i40.de/PI40/Redaktion/DE/Downloads/Publikation/kollaborative-datenbasierte-geschaeftsmodelle.pdf?__blob=publicationFile&v=3

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