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Mehr Bewusstsein für Industrie 4.0 – doch Hindernisse bleiben

Eine neue Ausgabe des Industrie 4.0 Barometers gibt Aufschluss zu bisherigen Entwicklungen, Hemmnissen und Chancen von Industrie-4.0 Technologien.

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Das Bewusstsein für die Industrie 4.0 hat zugenommen – das ist eines der Kernergebnisse des Industrie 4.0 Barometers 2019. Es wird von der Management- und IT-Beratung MHP und der LMU München veröffentlicht. Zum zweiten Mal wurden ca. 200 Personen, die in verschiedensten Branchen arbeiten, zu Thematiken rund um die Anwendung von neuen Technologien in ihrer Firma befragt. Die Teilnehmer waren dabei vor allem Führungskräfte und leitende Mitarbeiter in den IT-Abteilungen. Die Unternehmensgrößen der Befragten erstreckte sich dabei von kleinen Unternehmen mit maximal 10 Angestellten bis hin zu großen Firmen mit über 10.000 Mitarbeitern. Es wurden bei der Befragung verschiedenste Themenbereiche und Aspekte angesprochen und dabei Trends im Vergleich zur ersten Durchführung dieses Barometers ausgemacht.

Welche Vorteile die Industrie 4.0 hat, ist bekannt: mehr Effizienz und Produktivität sowie Flexibilität in den Firmen. Diese Vorzüge werden meist schon seit Jahren intensiv besprochen – doch vor der eigentlichen Durchführung gab es lang Zurückhaltung. Dies ändert sich nun immer mehr. In den aktuellen Ergebnissen lässt sich erkennen, dass sich der Einsatz von Industrie 4.0 von der Experimentierphase in den Praxiseinsatz verlagert. Vor allem bei den angewandten Technologien gibt es einen größeren Fortschritt, aber auch noch viel Potential für kommende Jahre. Durch mehr Kooperationen mit spezialisierten Industriepartner und intensiverer Datenanalyse könnten in Zukunft innovativere Lösungen gefunden werden.

Noch mehr Potential gibt es im Bereich der IT-Integration, in welcher fast kein Fortschritt zum Vorjahr erfolgt ist. Grundlegende Voraussetzungen fehlen hier für eine ganzheitliche und auch schnellere Integration. So könnte die Leistungsfähigkeit der IT-Infrastruktur erhöht werden.

Weitere Hemmnisse sind der schwer zu kalkulierender Erfolg von Investitionen und ein Mangel an externem Fachpersonal bzw. zu hohe Auslastung von internem Personal. In Zukunft wird es wichtig sein, einen angemessenen organisatorischen Rahmen zu schaffen und somit die noch existierenden Hindernisse immer weiter zu minimieren. Außerdem werden Vorteile der Industrie 4.0 bisher vor allem im wirtschaftlichen Bereich durch reduzierte Kosten und erhöhte Effektivität gesehen. Diese Wahrnehmung könnte sich in Zukunft noch ändern, um aufzuzeigen, welche Vorteile diese neue Industrie für andere Bereiche haben kann.

Gerade wird die Befragung für das Barometer 2020 durchgeführt, die sich stark mit dem Thema der 5G Anbindung und Cloud-Services beschäftigt. Welche Ergebnisse und neuen Erkenntnisse die dritte Ausgabe des Industrie 4.0-Barometers bringen wird, wird man dann ungefähr Ende diesen Jahres erfahren können.

Hier geht es zu den Ergebnissen der Studie.

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