Prozessdatenweitergabe im Möbelbau

Prozessdatenweitergabe Web

Im Rahmen des Projektes „Prozessdatenweitergabe im Möbelbau“ realisiert die Modellfabrik Vernetzung gemeinsam mit der Holzwerkstatt Göpfert die Weitergabe von Fertigungsdaten aus dem Prozessleitsystem an nachgelagerte Bearbeitungsschritte mit Hilfe von Matrixcodes.

Problemstellung

Die Holzwerkstatt Göpfert fertigt teilautomatisiert kundenindividuelle Küchenmöbel in einem Familienbetrieb mit vier Mitarbeitern. Nach dem Zuschnitt werden die Bauteile ausschließlich manuell transportiert. Dies führt aufgrund einer Vielzahl von unterschiedlichen Möbelkonfigurationen gerade bei kleinen Losgrößen durch einen vermehrten Handhabungs- und Einrichtaufwand zu Fehlern, die oft erst bei der Endmontage des Produkts bemerkt werden. Dadurch entstehen vermeidbare Mehrarbeitszeiten sowie ein erhöhter Materialverbrauch.

Zielsetzung

Im Rahmen des Projektes mit der Modellfabrik Vernetzung soll eine Möglichkeit zur Weitergabe der Bearbeitungsinformationen auf dem Bauteil erarbeitet werden, die sowohl wichtige Informationen für den Arbeiter bietet, als auch maschinenlesbar ist und so den Grundstein für eine weitere Automatisierung legt. Dabei soll vor allem eine leichte Entfernbarkeit des Bauteildatenträgers nach der Montage des Produktes sichergestellt werden. Durch die permanente Verfügbarkeit aller Bearbeitungsinformationen kann die Fehlerquote deutlich reduziert werden.

Projektbeschreibung

Die Grundlage des Projektes bildet eine umfassende Analyse des aktuellen Fertigungsprozesses. Daraus arbeitete die Modellfabrik Vernetzung in Zusammenarbeit mit der Fa. Göpfert ein deutliches Optimierungspotenzial der vorhandenen Etikettierungsanlage heraus, die aufgrund des großen Aufwandes beim Entfernen der Bauteilmarkierungen und des geringen Mehrwertes dieser nur sehr selten zum Einsatz kam. Auf Grundlage dieser Analyse wird ein optimiertes Etikettenlayout entworfen, wodurch ein deutlicher Mehrwert für den Maschinenbediener generiert wird und nachgelagerte Produktionsprozesse durch das Bauteil gesteuert werden können. Dies ermöglicht eine weitere Automatisierung der Fertigung. Dadurch wird das bisher durch Handhaben und Einrichten gebundene Personal frei, welches nun für die Endmontage der Möbel deutlich effektiver eingesetzt werden kann. Eine Ablösehilfe des Etikettes verringert zudem den Zeitaufwand beim Entfernen der Markierung und trägt so zur Effizienzsteigerung des Prozesses bei.

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