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Modellfabrik 3D-Druck wirft Blick in die Arbeitswelt der Zukunft

Bei der allgegenwärtigen Diskussion der Digitalisierung kommt der Mensch viel zu kurz.

 

2018 01 04 Gruppenfoto Web

Es steht fest, dass schnellere und bessere Maschinen, Infrastrukturprojekte, sowie Prozessoptimierungen zum Bestehen im Wettbewerb beitragen.
Diese Veränderungen sind eng mit dem Anwender verwoben, haben mittelbare Auswirkungen sowohl auf die Beschäftigten, als auch Anwender und bedingen sich mit anderen Megatrends, was allerdings erst seit kurzer Zeit allgegenwärtigen Zuspruch erfährt.

Jenaer Technologietage
Gehandelt wird das Thema unter dem Schlagwort Arbeit 4.0 oder im engeren Sinne als „digitalisierte Arbeitswelt“. Um dem Anspruch des schon 14 Jahre bestehenden Konzeptes des Jenaer Technologietages – fruchtbare Diskussionen und ein reger Erfahrungsaustausch unter Fachleuten aus Wissenschaft und Wirtschaft zur Diskussion aktueller Erkenntnisse aus Forschung, Entwicklung und Applikation – gerecht zu werden, widmete sich der Jenaer Technologietag 2018 (JeTT) eben jenem Thema.
So sollte auch die Aufstellung der Inhalte nicht nur eindimensional erfolgen. Themen mit tendenziell betriebswirtschaftlichem Hintergrund trafen auf technologische Neuerungen und Vernetzungsansätze. Eine Demonstration jeweiliger Inhalte fanden die Teilnehmer entweder in den Laboren der Modellfabrik 3D-Druck im Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Ilmenau oder der zugehörigen Industrieausstellungen in der Aula der Ernst-Abbe-Hochschule.

Digitalisierung in Bezug auf Arbeitsplätze
Am Vormittag starteten die Teilnehmer die Vortragsreihe mit Leckereien und Kaffee gestärkt. Marcus Funk von der FLYACTS GmbH zeigte sowohl was Arbeit 4.0 in seinem Unternehmen bedeutet, als auch die aktuellen Digitalisierungslösungen durch sein Unternehmen. Im Anschluss wurde eine der medial präsentesten Fragen – „Was macht die Digitalisierung mit unseren Arbeitsplätzen?“ – durch Dr. Per Kropp und seinen Kollegen Steffen Theuer vom Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB) beantwortet. Sie zeigten, welche Berufe starken Veränderungen unterliegen und welche Tätigkeiten durch computergesteuerte Maschinen ersetzbar sind. Wie Digitalisierung Arbeitsplätze schafft und was dies für die Beschäftigten und die Arbeitsmarktpolitik heißt waren ebenfalls behandelte Themen. Im Anschluss hatte das Publikum aus Vertretern der Wirtschaft, Wissenschaft und Multiplikatoren die Möglichkeit, sich individuell mit Eindrücken zu versorgen. Drei Workshop-Sessions mit jeweils vier Workshops luden ein, die Luft der neuen Arbeitswelt zu schnuppern.

„Design Thinking“
In der ersten Session zu Führung und Gesundheit machte Dr. Jörg Weber von der Modellfabrik Migration einen ungewöhnlichen Aufschlag. Durch angeleitetes Basteln sollten die Besucher ein Kommunikationshilfsmittel entwickeln. Die Methode dazu heißt „Design Thinking“. Auch wenn dies auf den ersten Blick etwas ulkig wirkt, zeigt sich die Effizienz der Methode sowohl in kleinen, mittleren, als auch in großen Unternehmen in entsprechenden Innovationsworkshops. Im Anschluss zeigte Isabell Schuller von der Deutschen Gesellschaft für Personalführung wie man mit einem kostenlosen Planungstool seine Mitarbeiter-Struktur übersichtlich darstellt und damit für die Zukunft ausgeglichene Strukturen im Unternehmen sichert. Unter dem Stichwort „agile“ beendete Christian Müller von proagile.de den Workshop-Block.

Cloud und Co
Im Themenblock zur Vernetzung drehte sich alles um Cloud und Co. Ein Vertreter von Konica Minolta Business Solutions Deutschland GmbH stellte Lösungen zum Dokumentenmanagement vor, moderiert wurde dies durch Benjamin Hofmann von der Modellfabrik Prozessdaten im Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Ilmenau. Im Anschluss stellte sich Stefan Meier von der Ernst-Abbe-Hochschule der Frage wie auch in einem kleinen oder mittleren Unternehmen die Cloud-Technologie einsetzbar ist. Gemeinsam mit den Teilnehmern besichtigte er den zugehörigen Demonstrator der Modellfabrik 3D-Druck. Er übergab das Wort an Franziska Buchwald vom IMMS Ilmenau (Modellfabrik Migration am IMMS Ilmenau im Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Ilmenau), welche in Interaktion mit den Teilnehmern erarbeitete, wie Kommunikation im digitalen Zeitalter aussehen kann. Dem folgenden Vortrag von Andreas Hörcher von der Finnwaa GmbH, der seine Praxissicht zum Thema „Flexible Arbeitswelt“ kundtat, lauschten die Anwesenden gespannt und diskutierten eifrig.

Robotik, Sensorik und virtuelle Welten
Die dritte Session war geprägt durch neue Technologien. Während man sonst eher punktuell mit neuen Technologien in Kontakt kommt, konnte man hier Robotik, Sensorik, virtuelle Welten und Industrie 4.0 in einem Zug bestaunen. Heiko Lange von ICS Industriedienstleistungen GmbH führte erfolgreich vor, wie er in nur zehn Minuten einen Roboter einsatzfertig programmieren kann. Mittels Teach-In-Verfahren können standardisierte Bewegungsabläufe und Handgriffe erledigt werden. Martin Fache von KIDS | BITS Interactive veranschaulichte anschließend, welche Möglichkeiten virtuelle und erweiterte Realitäten mit sich bringen. In den Folgevorträgen beleuchteten die Referenten wie mittels funkbasierter Sensorik Daten schnellstens gemessen und ausgewertet werden können, oder wie die Bandbreite an Technologie auch für Auszubildende kleinerer oder mittlerer Unternehmen zugänglich gemacht werden kann.
In den Pausen fand jeweils ein reger Austausch statt. Die Labore der Modellfabrik standen offen und die Aussteller hatten die Möglichkeit, Produkt-Innovationen, Dienstleistungen und Verfahren vorzustellen.
Das Team des ServiceZentrums Forschung und Transfer der Ernst-Abbe-Hochschule Jena und der Modellfabrik 3D-Druck bedanken sich hiermit nochmals bei den Teilnehmern, Referenten und Ausstellern des Jenaer Technologietages und hoffen auf ebenso regen Zuspruch beim JeTT 2019 (ebenfalls am 31. Januar).

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